
Immer mehr Sprache kommt von KI und nicht mehr vom Menschen, lese ich und spüre eine innere Revolution. NEIN! NEIN!
Nicht mit mir.
Ich will meinen Stil nicht glätten lassen!
Lieber lasse ich mir unreine Reime, hinkende Vergleiche und Rechtschreibschwäche attestieren.
Aber von wem? Von KI?
Gedankensprung:
Ich lese gerade Hararis kurze Geschichte der Menschheit. Er schreibt, dass die Gehirne der Wildbeuter, also der Jäger und Sammler größer waren als die der Menschen, die sesshaft wurden und Ackerbau betrieben.
Den Beweis, ob diese These haltbar ist, erbringe nicht ich. Das sollen die tun, die Wissenschaft können und wollen. Aber:
Als ich das las, dachte ich: Yep! Auch in diesen Zeiten und Epochen der KI und Invasion der Techkonzerne liegt es nahe, das menschliche Hirne schrumpfen werden.
KI hat das Denken längst übernommen.
Wie fühlt es sich eigentlich an, selber nachzudenken, eigene Entscheidungen zu treffen? Unsicher? Inzwischen schon so unsicher, dass alles erstmal mit KI geprüft werden muss?
Und dann passiert vielleicht immer öfter das, was mir gestern passierte:
Ich lud eine Zeichnung von mir bei Instagram hoch. Wie gesagt, von Hand gekritzelt, mit Tusche schön farbig gepinselt und den Hintergrund per ChatGPT lediglich aufgehellt.
„KI generiert” ploppt auf und ist gekommen, um zu bleiben.
Mein wahrscheinlich auch schon leicht ausgedünntes Hirn denkt: Häh?
Ich versuchte, das richtig zu stellen. Keine Möglichkeit! KI erbeutete mein Gekritzel und deklarierte es als seins.
Und nun?
Aus dem Werkzeug ist längst ein Meister geworden; und ein ziemlich strenger obendrein.
Na denn, Prost Mahlzeit.



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