Aus der Küche – Folge 7
Ferdinand Emanuel räuspert sich.
„Nun, ich möchte dir nicht erneut zu nahe treten müssen, Walter. Jedoch meine ich in letzter Zeit wahrzunehmen, dass Isolde, nun ja, sich meine geschätzte Aufmerksamkeit wünscht.“
„Ach“, sagt der Koch.
„Isolde kann schon sehr subtil agieren. Das ist uns allen schon aufgefallen.“
Dann sagt er:
Der Pfeffer hat Zeit.
Im Schnee warten drei Tassen.
Ein Löffel wird blau.
Niemand fragt nach.
„Und jetzt?“, fragt Walter.
„Tja“, sagt der Fuchs und seufzt. „Der Bessere möge gewinnen.“
„Ferdinand?“
„Ja bitte, was kann ich für dich tun?“
„Du darfst etwas für mich tun. Und zwar Folgendes: Verzieh dich ins Skizzenbuch. Und besinne dich. Schau in den Spiegel! Du bist nichts weiter als ein halbfertig gezeichneter Fuchs mit einem riesigen Ego!
Und glaub bloß nicht, dass ich auch nur eine Minute an dir arbeite, solange du dich so aufführst. Unanständig und kein bisschen klug!
Geh! Zieh deinen unproportionalen Schwanz ein und verschwinde auf Seite 25.“
„Rute“, sagt der Fuchs. „Es heißt Rute. Und die letzte Seite des Skizzenbuches wird eines Tages die erste sein, meine Liebe.“
„Wenn ich was nicht leiden kann, dann ist es, wenn jemand ‚meine Liebe‘ zu mir sagt!“, keife ich.
„Ich weiß“, sagt der Fuchs und verschwindet.

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