Es quert ein Reh
im Morgengrauen
den Wald
und trällert fröhlich,
wähnt sich als Königin
der Nacht,
merkt schnell, das ist gefährlich.
Denn da,
ein Jäger
auf der Pirsch,
schaut durch
sein Opernglas
und denkt sich nur,
na Hoppsala,
was ist jetzt
wieder das?
Zu Jägers Waden
steht sein Hund,
der sagt,
es geht um Rache.
Und dass man sich
am besten jetzt,
schnell
auf die Socken mache.
Da plötzlich greift
ihn eine Tatze
hurtig und fest
an
seinem Latze
und brummt
gar grollend,
tief und schwer:
Obacht, du Hund,
ich bin ein Bär!
Und dieses Reh dort,
zauberhaft,
hat meinen Schutz
mit aller Kraft.
Der Hund,
recht schlau
und souverän,
greift schnell
zu seiner Tröte.
Spricht:
Obacht, Bär,
dies Teilchen hier
ist eine Zauberflöte.
Die Nacht ist rum,
die Königin verlässt
das hohe C.
und gönnt sich gleich,
so nehm ich an,
nen kräftigen Kaffee.
Der Jäger
kaut ein
Vollkornbrot,
mit Himbeermarmelade,
sein Blick ins
Morgenrot hinaus,
ein Seufzer:
ach, wie schade.
Was denn, fragt
seine Frau sogleich,
ach nichts,
erwidert er.
Ich dachte nur grad
an ein Reh,
im Wald.
Ist lange her.
Zauberflöte
3 Kommentare zu „Zauberflöte“
-
Applaus, Applaus!!
-
Danke, danke.
-
Ehre, wem Ehre gebührt!
Diejenige ist dann richtig gerührt.
-
-

Schreibe einen Kommentar